21. Oktober 2008

Aufgefallen

geschrieben von Olli um 17:11 Uhr – abgelegt unter: Aufgefallen – Stichwörter: ,

Viermal die Nummer 1 – Gerry Ehrmanns Flugschüler

Gerry Ehrmann??? Hmm, da war doch was. Einer meiner unsung-heroes meiner Paninisammlung.

Gerald „Gerry“ Ehrmann, Spitzname Tarzan, zweimaliger Deutscher Meister und viermaliger DFB-Pokal-Sieger mit dem 1. FC Köln und dem 1. FC Kaiserslautern, war DER Torwart in der Pfalz.: hart gegen sich selbst und hart gegen die Gegner! Ein Relikt vergangener erfolgreicher Lauterer Tagen in Deutschlands höchster Spielklasse.

Aktuell ist Gerry Ehrmann Torwarttrainer beim FCK. Und zwar nicht erst seit der “Kuntz-Revolution”, sondern bereits seit Beendigung seiner aktiven Karriere. Das war 1997.

Darum geht es auch in dem Kicker-Artikel: um die erfolgreiche Ausbildung und Förderung von Torwarttalenten beim FCK unter Ehrmanns Ägide. Namen wie Roman Weidenfeller, Tim Wiese, Florian Fromlowitz oder Tobias Sippel.

Was der Kollege vom Kicker allerdings bei der Veröffentlichung seines Artikels nicht ahnen konnte: alle genannten Torhüter standen am 8. Spieltag im Fokus. Allerdings nicht, weil sie mit spektakulären Paraden ihren Mannschaften Siege bescherten, sondern weil sie alle mächtig daneben griffen. Doch der Reihe nach!

Da haben wir die junge Nummer 1 des FCK Tobias Sippel. Der aktuelle Ehrmann-Ziehsohn kam am Spieltag nicht zum Einsatz. Ihn fesselte eine Grippe ans Bett.

Die Bundesligakeeper Weidenfeller (Dortmund), Wiese (Bremen) und Fromlowitz (Hannover) zeigten, was sie bei Gerry Ehrmann gelernt hatten: meckern, meckern, meckern und die Schuld für die eigenen Patzer den Mitspielern in die Schuhe schieben.

Nun gut, Florian Fromlowitz, der für den verletzten Enke in die Hütte musste, gestand im Interview mit der ARD-Sportschau, dass er einen suboptimalen Tag erwischt hatte. Welch weise Erkenntnis, junger Mann, schließlich haben dir die Hoffenheimer Jungspunde fünf Eier ins Nest gelegt. Das ist im Fußball nicht so ganz alltäglich, außer, wenn Werder Bremen beteiligt ist. Aber die können ja auch nicht überall sein, außerdem haben sie selbst einen Ex-Lauterer in der Kiste: Tim Wiese!

Was jener Wiese und das andere Gelfrisurenmodel Weidenfeller sich leisteten, hätte einen Ehrenplatz in „Pleiten, Pech und Pannen“ verdient: Weidenfeller ließ einen Schuss von Sebastian Boenisch aus 20 Metern in der 88. Minute spektakulär mit einer eingesprungene Seitwärtsjudorolle durchrutschen. Pizarro staubte ab. Unentschieden! Fünf Minuten später flankte auf der Gegenseite Florian Kringe und Tim Wiese faustete völlig unbedrängt zentral auf Zidan, Schuss, Tor, Ausgleich, Feierabend.

Da frage ich mich doch, was Gerry Ehrmann in seinem knochenharten Torwarttraining so macht, wenn die Bundesliga-Keeper schlechter halten als so mancher F-Jugendlicher?!

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