10. November 2008

Spieltagsnachlese: Der 12. Spieltag

geschrieben von Martin um 19:55 Uhr – abgelegt unter: Spieltagsnachlese

Ich spare mir an dieser Stelle mal alle bescheuerten Quantum-Wortwitze, auch für Obama-Yes-We-Can-Referenzen ist hier kein Platz, denn die LetzterMannHält-Redaktion traf sich zum Betriebsausflug im Bochumer Ruhrstadion bei der Partie VfL gegen Werder. Und da konnte halt niemand. Jubeln schon gar nicht und einen gepflegten Fußball spielen auch nur ganz begrenzt. Fleißkärtchen erwarb eigentlich nur Bochums Torwart Fernandes, der sich nur in der ersten Halbzeit bei einem Flatterball eine kleine Unsicherheit leistete und ansonsten den Punkt festhielt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist schon erstaunlich, wie der Portugiese die Bälle nicht nur nach vorne abklatschen lässt, sondern scheinbar magisch anzieht. Ansonsten war nicht so viel. Bei bestem Fußballwetter war Bremen leicht feldüberlegen, verstand es aber nicht, sich gegen kämpferisch starke Bochumer klar Torchancen zu erarbeiten. Beim VfL ging ebenfalls nicht viel nach vorne, alleine der eingewechselte Epallé wirbelte ein bißchen die kopfballstarke, aber nicht allzu sattelfeste Abwehr um Per Mertesacker und Naldo durcheinander. Man fragte sich auf der Tribüne schon ein ums andere Mal, warum die Bochumer Stürmer immerzu mit hohen Bällen gefüttert wurden, die für Merte und Co. natürlich kein Problem darstellten.

Was bleibt festzuhalten? Ein Punkt ist besser als keiner, zwei Punkte aus den Spielen gegen Dortmund und Bremen sind mehr als die null Punkte, die ich erwartet hatte, aber immernoch zu wenig. Wenigstens honorierte das Publikum die kämpferisch geschlossene Mannschaftsleistung mit wohlwollendem Applaus. Am Freitag gegen Hannover muss aber ein Sieg her. Ein Punkt reicht da nicht, die anderen verlieren schließlich auch nicht immer. Leider.

Zwei Daumen hoch (hätte ich mehr, würde ich noch mehr hoch halten) noch für die Fans von der Weser, die einigen vermeintlichen Neonazis in den eigenen Reihen gehörig die Meinung gegeigt haben.

Am Sonntag stoppte Hertha den Lauf von Hoffenheim und die Bayern setzten ihren Sturm auf die Tabellenspitze fort. Nach der ruhigen Jahreshauptversammlung unter der Woche, reichten drei gute Offensivaktionen der Münchener, um 2:1 in Schalke zu gewinnen. Bevor überhaupt einer der beiden Torhüter einen Ballkontakt hatte, stand es nach Toren von Toni und Farfan bereits 1:1. Ribery besorgte dann in feinem Zusammenspiel mit Zé Roberto in der 37. Minute den 1:2 Endstand. Unbestätigten Gerüchten zu Folge haben die Schalker beim DFB einen Antrag auf Einführung der guten alten Bolzplatzregel “Drei Ecken ein Elfer” gestellt. Das Eckballverhältnis von 18:1 für die Knappen (übrigens das höchste gegen die Bayern seit Beginn der Wetteraufzeichnung umfangreichen Statistiken) sprach eine deutliche Sprache, wirklich gefährdet war der Bayern-Sieg allerdings nicht. Nur dem Sportskamerad Rensing könnte mal jemand stecken, dass man als Torwart Bälle auch mal festhalten darf.

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