21. November 2008

Links der Woche vom 14.-20.11.2008

geschrieben von Martin um 8:00 Uhr – abgelegt unter: Blätterwald – Stichwörter: , , , , , , , , , ,

dugehstniemalsallein.de: Drei Brüche und drei Elfmeter

Der 14. November ist fußballhistorisch betrachtet kein komplett uninteressanter Tag. Vor 74 Jahren trafen sich englische und italienische Kicker zu einer Partie, die heutzutage aber sowas von breaking news gewesen wäre, wenn es denn da nicht doch noch eine andere englische Vokabel für den medizinischen Bruch gäbe.

Königsblog: Meister wird…

… wer die meisten Tore schießt.
Eher nicht, dies war in der Bundesliga bisher nur in 19 von 45 Fällen so.

… die beste Heimmannschaft.
Heimstärke ist ebenfalls abträglich. Nur 20 mal wurde die heimstärkste Mannschaft Meister.

… wer die beste Rückrunde spielt.
Immer noch eine Minderheit, wenn auch knapp: 22 mal war das so. [...]

11 Freunde: Die Grenzen der Wissenschaft – Was ein Fuß wissen muss

Eigentlich kann es dem Torwart egal sein, wenn der Gefoulte seinen Elfmeter nicht selbst schießen will. Aber Oliver Kuß ließ dieser Aberglaube keine Ruhe, als er Ende der 80er im Tor des Wildensteiner Dorfvereins stand. Vielleicht zeichnete sich damals schon ab, was Kuß einmal werden würde: ein Statistiker und damit ein Mensch, der ungeprüfte Annahmen nicht einfach stehen lässt. Vor kurzem hat Kuß, der an der Uni Halle arbeitet, dann auch überprüft, was an dieser Überzeugung, dass der Gefoulte den Elfmeter nicht selbst schießen soll, dran ist. Von 853 Bundesliga-Foulelfmetern, die er sich ansah, wurden nur 102 von den Gefoulten selbst geschossen. Zu Unrecht, wie Kuß herausfand: Nach seiner Analyse lag die Trefferquote bei etwa 75 Prozent, egal, ob der Gefoulte oder ein anderer schoss.

Doktor Fußball: Event-Fußball – Bundesliga europaweit top

Der deutsche Fußball ist wieder wer. Mit derzeit 41.000 Zuschauern pro Spiel hält die Bundesliga den besten Zuschauerschnitt Europas. Die Premier League (35.000), die Primera Division (28.000) oder gar die Serie A (24.000) – keine der vermeintlichen Topligen kann in diesem Punkt mithalten.

FAZ.net: Ailton in Österreich – Nicht vergesse, wie geht Tor schieße

Ailton Gonçalves da Silva, kurz Ailton genannt, genießt den Augenblick. Er hat die Leute an diesem kalten Novembertag richtig glücklich gemacht, und nur das will er doch. Nach jeder Runde unterbricht der in einen dicken Anorak eingepackte Stürmer sein Auslaufprogramm, stellt sich dampfend zwischen die Fans und grinst in die Handykameras. Ein paar Minuten zuvor, als ihn Urs Schönenberger, Trainer des SCR Altach, kurz vor Ende der so wichtigen Partie ausgewechselt hatte, standen viele der 5400 Zuschauer in der Cashpoint-Arena auf und applaudierten der Stürmerdiva.

Sportswire: Fußballregeln – die unbekannten Wesen (4)

Und weiter geht’s mit zwei neuen Fragen zu den Fußballregeln. Diesmal drehen sie sich rund um die Torerzielung…

Metin Tolan: Wie macht man den optimalen Einwurf?

Hertha BSC erlebt im Augenblick einen überraschenden Höhenflug. Nachdem man vor einer Woche den Tabellenführer Hoffenheim geschlagen hat, ist es am letzten Wochenende auch gelungen den Hamburger SV mit 2:1 zu schlagen.

Dabei war das 0:1 des Hamburger Spielers Petric mit einem Fallrückzieher das schönste Tor des Spieltages. Vorher ist ihm der Ball durch einen sehr langen Einwurf von der Außenlinie in den Strafraum zugeworfen worden. Weite Einwürfe können manchmal wie Flanken wirken und sofort eine gefährliche Situation in unmittelbarer Tornähe hervorrufen.

Dabei denkt man natürlich auch sofort an den Einwurf des Bremer Spielers Uwe Reinders aus dem Jahre 1982, den er direkt von der Außenlinie ins Tor von Bayern München geworfen hat. Da der damalige Bayern-Keeper Jean-Marie Pfaff den Ball noch berührt hatte zählte dieser Treffer, und das Spiel endete mit 1:0. Ein Einwurf hatte das Spiel also entschieden!

Königsblog: ‘Kusen Not Ready?!

‘Kusen ist not ready, sagte Toppmoller vor dem Spiel gegen Schalke, nachdem es moved to the top of the pile am Wochenende davor. Labbadias Team sei not mature enough yet. Aber nicht nur von ‘Kusen, auch von ‘Heim you cannot expect to win the title, meint der former coach of Bayer 04.

11 Freunde: Ailton, wie er leibt und lebt – Der große Unkalkulierbare

Ailton Goncalves da Silva, kurz Ailton, genoss den Augenblick. Er hatte die Leute an diesem kalten Novembertag richtig glücklich gemacht, und das will er doch nur. Nach jeder Runde unterbrach der in einen dicken Anorak eingepackte Stürmer das Auslaufprogramm, stellte sich dampfend zwischen die Fans und grinste in die Handykameras. Ein paar Minuten zuvor, als ihn Altach-Trainer Urs Schönenberger kurz vor Ende der Partie ausgewechselt hatte, standen viele der 5400 Zuschauer in der Cashpoint-Arena auf und applaudierten der Stürmerdiva.

11 Freunde: Wie Löw seine Spieler diszipliniert – Die nette Warnung

In Deutschland gibt es ja einige basisdemokratische Errungenschaften. Mitbestimmungsmodelle in Betrieben, Rechte von Betriebsräten und Gewerkschaften. Bundestrainer Joachim Löw steht nun nicht im Verdacht, dies alles abschaffen zu wollen, aber innerhalb des von ihm geleiteten Betriebes wird er die Belegschaft am Montagabend darauf hinweisen, wo sein basisdemokratisches Verstehen eine Grenze findet.

sueddeutsche.de: Rote Karte, Kaninchen und ein gerettetes Leben

Mit dem letzten Länderspiel des Jahres 2008 geht zugleich eine Ära im deutschen Fußball zu Ende. Nach 45 Dienstjahren als Physiotherapeut des Deutschen Fußballbundes (DFB) wird Adolf Katzenmeier im Berliner Olympiastadion verabschiedet. “Für mich war es immer eine große Freude, mit den Spielern zusammenzuarbeiten”, sagt Katzenmeier. Ihm bleibe trotz des Abschiedes von den Spielern allerdings als Trost, dass der Kontakt nicht vollkommen abreiße. Seine Praxis befindet sich auf dem Gelände des DFB in Frankfurt.

11 Freunde: Peter Neururer im Interview – “Ich will Deutscher Meister werden”

[...]
Nach der Vertragsunterschrift am Montag ist Ihrer Frau sicherlich ein Stein vom Herzen gefallen. Oder sind Sie im Haushalt mittlerweile unentbehrlich?

(lacht) Ich habe mit dem Haushalt immer wenig zu tun gehabt, weil ich da nur störend wirke. Meine Frau und meine Kinder freuen sich, dass ihr Vater wieder das machen kann, was ihm Spaß macht – und nicht mehr griesgrämig zuhause rumhängt.

Über die letzten zwei Jahre haben Sie viele Angebote ausgeschlagen.

Na ja, was heißt »viele«? Viel ist relativ. Richtig wäre: einige Nachfragen und einige Angebote ausgeschlagen.

Haben sich Ihre Ansprüche an einen Trainerjob verändert?

Nein, mit Sicherheit nicht. Ich wollte einen Job haben losgelöst von irgendwelchen finanziellen Dingen, in dem mir Kompetenzen übertragen werden, in dem die Zielsetzungen klar sind, in dem das Umfeld stimmt. Genau das habe ich jetzt beim MSV Duisburg gefunden.[...]

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