12. Dezember 2008

Links der Woche vom 5.12.-11.12.

Gab es letzte Woche noch die Links auf Sparflamme, kann ich diese Woche wieder aus dem Vollen schöpfen.

Sportswire.de: Neue Technik: Erstes NFL-Spiel in 3D übertragen

In Los Angeles ist in der Nacht auf heute eine Weltpremiere in der Sportberichterstattung über die Bühne gegangen. Zum ersten Mal wurde ein Spiel der National Football League (NFL) unter Verwendung spezieller 3D-Aufnahmetechniken live übertragen.

taz.de: Werder-Sportdirektor Allofs über Bundesliga – “Es ist härter geworden”

Klaus Allofs, Manager von Werder Bremen, über verschärfte Konkurrenz in der Bundesliga und die Kopierwut der Mitbewerber um den Titel. “Wir müssen noch weniger Fehler machen”, fordert er.

11 Freunde: Köster über Hoffenheim-Fans – Wedeln mit der Sitzplatzkarte

So wie die TSG Hoffenheim aus dem Nichts kommt, können auch ihre Fans nicht aus einem reichen Mythenschatz von Abstiegskampf und Auswärtsfahrt schöpfen. Das kann nur langweilig sein, meint Philipp Köster.

11 Freunde: Hoeneß attackiert mal wieder – In Ulis Haut

Einen Tag lang schweigt Bayern-Manager Hoeneß zum Sieg gegen Hoffenheim, dann attackiert er den »Besserwisser« Ralf Rangnick, der noch feststellen werde, »dass Höhenluft viel dünner ist, als die Luft, die er derzeit genießt«.

FAZ.net: Im Gespräch: Bundesliga-Schiedsrichter Lutz Wagner – „Der Zuschauer hat das Recht zu schimpfen”

Mit über 160 Partien in der Fußball-Bundesliga gehört der 45 Jahre alte Routinier Lutz Wagner zu jenen Schiedsrichtern, die beinahe alles schon einmal erlebt, zum Teil auch erlitten haben – und die einiges erzählen können.
Im FAZ.NET-Interview spricht Wagner über Journalistenfragen, Fehler und die ungeliebte Rolle als Hauptdarsteller. Überraschenderweise zeigt der Referee auch Verständnis für Zuschauerbeschimpfungen.

textilvergehen: Wie mein Männerbild mal ins Wanken geriet

Man ist werbestrategisch allerhand gewöhnt und wundert sich daher nur noch selten. Außerdem wohnt man in Berlin, wo wundern generell verboten ist. Wundern ist für Touristen (“Kiekedomma Vaddi, die sitzen alle uff de Wiese, dabei is hier ja keen See!”). Das Wort “Pflegecoach” als Bindeglied der Suchbegriffe “Jogi Löw” und “Nivea” bei google verwunderte mich aber dennoch ganz außerordentlich.

taz.de: Wie sich der DFB-Chef zerlegt – Die Causa “Demagoge”

Theo Zwanziger ist beleidigt. Seit längerem schon. Da ärgert ihn doch tatsächlich ein Sportjournalist, ihn, den Präsidenten des großen Fußballbundes. Man hat ihn einen “unglaublichen Demagogen” genannt. Das ist die Höhe. Zwanzigers Kamm will gar nicht mehr abschwellen. Der Journalist, der ein Blog betreibt und überdies die Plattform “Sportnetzwerk”, er neigt gern zu Übertreibungen, weswegen dessen “unglaublicher Demagoge” wohl eher als “unglaublicher Populist” zu verstehen ist. Das macht die Sache nur noch unglaublicher.

FANartisch: Weihnachten beim FCB: Wird Olic ein Bayern-Wichtel? (Super-Disco-Dance-Video-Link)

Advent, Advent, der Transfermarkt brennt… Weihnachten in München – Uli Hoeneß legt den Bayern-Fans ein paar Geschenke unter den Baum. Die Vertragsverlängerung mit Franck Ribery? Tymoschtschuk mit rosa Schleifchen? Oliver Kahns Comeback? Oder wird HSV-Torjäger Ivica Olic ein Bayern-Wichtel? Egal, Hauptsache Disco bis der Mannschaftsarzt kommt!

Entscheidend is auf’m Platz: Freuverbot – extended version

Es gibt Leute, die erlebten am 26. Mai 1999 ein wahres Spektakel der Schadenfreude. Andere dagegen bewegten sich exakt am Gegenpol der Gefühle und machten die bittersten zwei Minuten ihres Lebens durch, als Sheringham und Solksjaer dafür sorgten, dass „Barcelona” künftig mit „Scheitern in letzter Sekunde” gleichgesetzt werden sollte. Zwei Jahre später jedoch, genau gesagt am 23. Mai 2001, waren die Rollen vertauscht. Wer sich über Manchesters Last-Minute-Tore in Nou Camp ein Loch in den Bauch gefreut hatte, machte beim Sieg der Bayern über Valencia im Meazza die altbekannte Lineker-Erfahrung des Vereinsfußballs: Ein Spiel dauert 90 Minuten, manchmal auch 120 und von Zeit zu Zeit geht es ins Elfmeterschießen – am Ende gewinnen immer die Bayern. Trotz allem werden nicht wenige Anhänger des Rekordmeisters Oliver Kahns drei gehaltene Elfer auf die Plätze eins bis drei der berauschendsten Momente ihres Fandaseins wählen. So ist das nun einmal mit den Bayern: Sie polarisieren wie eine Blockbatterie.

Trainergott: Werder-Inter 2:1

Ich schreibe gerade jetzt und nun in der Werderkabine, mit meinem Tragecomputer, es ist unbeschreiblich, die Spieler sind völlig ausgelassen, sie tanzen auf der Massagebank, singen “So sehen Sieger aus, sha lalalalala, so sehen Sieger aus sha lalalalalala”, und “Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin”, und alle trinken Haake-Beck und Vranjes spielt E-Gitarre auf seinem Geschlechtsteil und Özil will immer auf meine Tastatur drücken, der ijhdfjghergviuh3evnbie Spinner und jetzt kommt auch Schaaf rein, der ist ja völlig aufgedreht, der hat ja sogar den Knoten seiner Krawatte gelockert.

FANartisch: Alarm in Dortmund: BVB-Maskottchen Emma auf Weltreise entführt

Ende September haben holländische Fußball-Fans BVB-Maskottchen “Emma”, die Dortmunder Kuschelversion der Biene Maja, aus der Borussia-Fankneipe “Hemer-Robers” in Südlohn entführt. Die Kidnapper scheinen Piloten zu sein, denn seitdem kommen immer neue Ansichtskarten in der Münsterländer Kneipe nahe der holländischen Grenze an: Emma auf Kuba. Emma auf dem Sunset Strip in Las Vegas. Emma vor dem Weißen Haus. Die Entführung des BVB-Maskottchens dokumentieren die tolldreisten Piloten in ihrem Blog “Emma weltweit” mit Fotos aus der ganzen Welt, die sie der Fankneipe als Ansichtskarten schicken. Die Idee stammt natürlich aus dem Film “Die fabelhafte Welt der Amelie”, wo ein Gartenzwerg mit einer Stewardess auf Weltreise geht. FANartisch meint: Eine klassische Win-Win-Situation. Emma kommt endlich mal raus aus der Provinz und sieht was von der Welt – und Borussia Dortmund gewinnt Spiele, die mit Maskottchen wahrscheinlich in die Hose gegangen wären…

spiegel-online: Die Erfindung des Supercoachs

Beim Wechsel zwischen den Welten trägt Felix Magath ein blaues Fußballtrikot, Trainingshosen und Gummilatschen. Über der linken Schulter hängt die Tasche mit seinem Laptop. Vom Büro des Managers in der ersten Etage der Volkswagen-Arena geht er in das Trainerzimmer im Erdgeschoss. Er hat oben ein paar Telefonate geführt und die Papiere in der Unterschriftenmappe abgezeichnet, die ihm seine Sekretärin vorgelegt hat. Gleich wird er sich unten die Fußballschuhe anziehen, auf den Trainingsplatz des VfL Wolfsburg hinausgehen und beim Einüben von Spielzügen den brasilianischen Stürmer Caiuby wegen seiner schlampigen Pässe zusammenstauchen. Es gibt in der Bundesliga sonst keinen Manager, der das tun würde. Es gibt auch keinen Trainer, der eine Sekretärin und eine Unterschriftenmappe hat.

direkter-freistoss.de: Bundesliga am Sonntag – eine Last für die ARD?

Dass Werder Bremen Inter Mailand mit 2:1 besiegt hat und wenigstens noch in den Uefa-Cup einzieht, konnten nur die Premiere-Abonnenten sehen. Selbst Zusammenfassungen von Europapokalspielen gibt es im frei empfangbaren deutschen Fernsehen allenfalls mit Verspätung. Auch der nationale Fußball wird zum Teil im Bezahlfernsehen versteckt. Am vorigen Freitag haben Bayern und Hoffenheim den „neuen deutschen Fußball” (FAZ) eingeleitet. Doch viele Deutsche waren einen Tag lang ausgeschlossen. Im Free-TV waren Bewegtbilder nämlich erst am Samstagabend zu sehen; am Freitagabend sendete die ARD nur Fan-Interviews.

Sportswire.de: Vereinswappen, Copyright und Urheberrecht, Teil 1: Schalke 04

Das Wappen eines Vereins gehört dem Verein – so weit, so klar. Copyright und Urheberrecht gelten auch im Internet – das ist vielen Menschen allerdings schon viel weniger klar. Darf man das Wappen des eigenen Lieblingsvereins denn nun eigentlich zur Verzierung von Fanseiten oder als Avatar in Foren nutzen, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.
SportsWire wird – in äußerst unregelmäßiger Folge – Antworten der großen Clubs zum Thema Wappen-Nutzung und Urheberrecht veröffentlichen. Den Anfang macht Schalke 04.

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