Königsblog: Wenn die Lupe zum Diffusor wird
Die Bundesliga ist zu langsam, liest man immer wieder. Trotzdem wird im für die Bundesliga zuständigen Fernsehen jeder Schuh, kommt er nun in Werbefarbe daher oder „retro”, jeder Nasenbohrer und jeder fluchende Mund stark verlangsamt und vergrößert gezeigt. Das der Begriff Zeitlupe nicht passt, dass mit dieser Technik häufig eine eigene Wahrheit geschaffen wird, dafür gibt es immer wieder Beispiele. Das jüngste erst gestern.
sportmedienblog: Absicht oder nicht?
Die Rollen sind schnell verteilt. Der Badboy, Kevin-Prince Boateng. Das unschuldige, harmlose Opfer, Miroslav Klose. Der zuweilen in seiner Vehemenz einseitige Chefankläger, Franz Beckenbauer. Der Verteidiger des angeblichen Täters, Jürgen Klopp. Oder doch nicht?
Was ist überhaupt passiert? Kurz vor dem 1-1 der Bayern im gestrigen Spiel gegen Dortmund spitzelte Miroslav Klose den Ball zu Franck Ribéry, der wiederum einen Schuss auf Weidenfeller abließ, schlussendlich verwertet Zé Roberto den Abpraller zum Ausgleich. Und nach dem Wegspitzeln des Balls durch Klose trat Kevin-Prince Boateng dem Bayern-Stürmer auf dessen Oberschenkel. Schmerzhaft für den Ex-Bremer, wie man sofort sehen konnte.
allesaussersport: DFB und Hopp: Tue Gutes und lass darüber reden
Da gibt es die “Lex Hopp” die DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch gegen Verunglimpfungen von Dietmar Hopp aus dem Boden hoppste stampfte.
Da gibt es das neue Hoffenheim-Stadion in Sinsheim, das vom DFB als einer der Austragungsorte für die Frauen-WM 2011 gekürt worden ist.
Da gibt es den Sohn von T20, Ralf Zwanziger, der ob seiner Qualitäten Koordinator für Frauenfußball bei der TSG 1587 Hoffenheim geworden ist.
Es ist natürlich keine Vetternwirtschaft, sondern eher viel freie Liebe zwischen der TSG 1743 Hoffenheim, dem DFB und Dietmar Hopp.
DerWesten: Kaiserreich Beckenbauer
Was passieren würde, wenn Franz Beckenbauer tatsächlich ein Mann mit Ambitionen wäre, einer, dem Ämter und Würden nicht nur zufällig zufallen, sondern der energisch nach ihnen strebt, das malt man sich gern mal aus am Stammtisch. Ja, der Franz, wenn der nur Lust hätte, Kaiser von Deutschland zu werden . . . Ach so, ist er ja schon. Ha ha. Und ganz ähnlich scheinen die Einschätzungen auch da zu sein, wo die Stimmungen gebündelt, wo sie reflektiert und verwurstet werden. „Gerhard Schröder gewinnt Machtprobe im Bundesrat. Endlich”, witzelte Harald Schmidt 2004 im Fernsehen, „die Steuerreform ist durch, und die größte Überraschung: ohne die Hilfe von Franz Beckenbauer.”