Morgen ist wieder Lokalderby und Kollege Luis Reichert hat drüben einen netten kleinen Fragebogen an einige Schalker verschickt. Die Meinungen sind sicherlich nicht repräsentativ, aber der Tenor überrascht mich doch ein wenig. Klar, die Spiele gegen Bochum werden für die meisten Schalker immer nur maximal “das kleine Derby” sein. Aber das ist ja auch völlig in Ordnung. Die Welle der Sympathie, die uns Bochumer da entgegenschwappt, ist allerdings schon erstaunlich.
Vielleicht ist es für einige nicht gerade erstrebenswert, ein sympathischer Verein zu sein. Aber die denken ja auch, dass Rauchbomben einen tollen Auswärtssupport darstellen. So ganz kann ich diese Sympathie leider nicht zurückgeben, der Größenwahn und das Leben und Spekulieren mit nicht vorhandenem Geld finde ich schon mehr als grenzwertig. Das gilt übrigens genauso für die östlichen Nachbarn. Allerdings kann da ja der Schalke-Fan an sich nichts dazu und es ist schon sehr beeindruckend, was Felix Magath in dieser Saison aus der Mannschaft herausholt.
Für mich sind die Spiele gegen Schalke immer etwas Besonderes. Und das 2:1 am 27.04.2007 wird mir wohl ewig in Erinnerung bleiben. Nicht, weil wir damals den Schalkern die Meisterschaft versaut haben. Ehrlich gesagt, das ist mir völlig egal, ich würd’s den Schalkern sogar gönnen. Nein, weil an diesem Abend einfach alles passte und ein übermächtiger Gegner mit viel Leidenschaft niedergefightet wurde. “What an equalizer” schrie der englische Kommentator beim 1:1-Ausgleichstreffer von Misimovic, der mit dem Kopf traf.
Zur Einstimmung auf morgen ist hier noch einmal die Schlussreportage von Günther Pohl im Bochumer Lokalradio. So sehr ich seine polemische Meinungsmache in den Printartikeln ablehne, so sehr mag ich ihn als Radioreporter.
